Teresa Häuser

www.werkstatt-kinderhaus.de
lebt und arbeitet in Münster-Kinderhaus | freie Künstlerin | betreibt im eigenen Atelier die “Werkstatt für Gestaltung Kinderhaus”/ Künstlerischer Schwerpunkt: Malerei und Keramik

Beitrag 2016 __________

FRAUEN IN MÜNSTER 2015   (Ort: Haus Wilkinghege)
43 Skulpturen, schwarzer Steinzeugton 1170° Grad gebrannt, Größe:  ca. 30 – 50 cm


(c) Foto: Thomas Gerhards


(c) Foto: Thomas Gerhards

Ausgehend vom Werk „Frauen für Venedig“ des Malers und Bildhauers Alberto Giacometti, entstand in der Werkstattgruppe der Frauen der Wunsch, die Frauen von Giacometti durch ein neues, zeitgemäßes und für sie stimmiges Werk zu ergänzen.

In Giacomettis Arbeit ist seine Auseinandersetzung mit der Zerbrechlichkeit und Endlichkeit des Menschen spürbar und vor allem auch seine Idee, die Einsamkeit des Menschen – durch sein Alleinsein vor dem Tode -  zu zeigen. Dieser Gedanke Giacomettis bewirkt aber auch, dass seine Figuren immer in einer gewissen Beziehungslosigkeit zueinander stehen. Die Aufmerksamkeit auf Vergänglichkeit zu lenken und im künstlerischen Arbeitsprozess auszudrücken, verdient allerhöchsten Respekt, die Idee deshalb aber ohne Bezug zu anderen Menschen zu leben, kommt mit unserer Lebenswirklichkeit nicht überein.
Unser Widerspruch zu Giacometti drückt sich im gleichen Arbeitsmaterial aus: In unseren, je eigenen Werken findet aber unsere Lebenskraft und -freude, unsere Aktivität, Erfahrung und Eigenständigkeit ihren Ausdruck. Unsere Skulpturen stellen sich in wiedererkennbar ähnlicher Formation wie Giacomettis „Frauen für Venedig“ auf, zeigen jedoch unverkennbar Differenzierungen in Größe, Gestalt, Körperlichkeit, Alter, sowie unterschiedlichen Lebenserfahrungen durch Herkunft, Religion und Kultur. Darüber hinaus zeigt das Werk „Frauen in Münster“ auf feine und besondere Weise die Beziehungen von Frauen zueinander und damit ihre Stärke und Kraft.
Dem Projekt der „Werkstatt für Gestaltung“ die eigene Gestalt in Ton Form annehmen zu lassen und sich so zu den „Frauen in Münster“ zu gesellen, haben sich die „Internationale Frauengruppe“ der Kinderhauser Arbeitsloseninitiative, eine Jugendgruppe der Werkstatt für Gestaltung und mehrere interessierte Einzelpersonen angeschlossen. Frauen des Altenheim Wilkinghege sind ebenfalls eingeladen. Zusätzlich ist die „Werkstatt für Gestaltung Kinderhaus“ in den nächsten Wochen offen für Frauen und Mädchen in Münster, die sich mit einer selbst modellierten Skulptur zum  Werk  „Frauen in Münster“ hinzufügen möchten.

Die Teilnehmerinnen des Projektes sind zwischen 8 und 79 Jahre alt, deutsche und im Ausland geborene Münsteranerinnen – unter ihnen zwei Mütter mit ihren Töchtern:

Feli Areerasd, Maia Areerasd, Anne Becker, Christiane Berg, Zsuzsanna Biro-Habel, Walli Böckers, In Hee Cho ,Ülkü Dagla, Irmgard Dirks, Theresia Dönnebrink, Ulli Eggert, Ella Fasselt, Susanne Gröning, Luise Gröning, Teresa Häuser, Laura Hebling, Ruth Hentschel, Iris Kelle, Corina Kolvenbach, Lara Korte, Sabina Otto, Michaela Limpert, Nele Lodweg, Anne Lohmer, Olivia Neat Jones, Paulina Njang, Heti Pankalla , Homaira Popal, Lena Raring, Christiane Reinhard, Adelheid Rethmann, Bettina Schmidt, Annette Schulze, Priska Sievert, Barbara Sonntag, Natalija Soce, Ortrud Stens, Katharina Stumpenhorst, Sabine Weber, Mechthild Weiling-Bäcker, Helin Yousas

Eine Antwort auf Teresa Häuser

  1. UllaRosa sagt:

    Eine sehr beeindruckende Arbeit – diese Vielfalt an Körpern und Gesichtern, diese Gruppendynamik – einfach faszinierend. Wenn ich mitbestimmen könnte, würde ich diese Arbeit für den Kunstpreis 2016 nominieren.

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