Jacomijn Schellevis

www.www.jacomijnschellevis.nl
lebt und arbeitet in Zwolle | 2001 Abschluss an der AKI in Enschede, Fach Bildhauerei | räumliche Arbeiten für den öffentlichen Raum, temporäre Installationen, Skulpturen und Abdrücke auf Papier und Textil | fasziniert durch den Rhythmus der Natur, den Zyklus von Wachstum und Verfall und die Mythen, die damit assoziiert werden, untersucht sie, wie Symbole und Rituale unserem Leben, dem Tod und unserer Beziehung zur Natur eine Bedeutung verleihen | Projekte in den Niederlanden, Deutschland, Mexiko und Amerika

Beitrag 2016 __________

ZWAAN (Schwan) (Ort: Moldrickx)
830 Kerzen, Maße: 125 cm x 80 cm x 28 cm

(c) Foto: Thomas Gerhards


(c) Foto: Jacomijn Schellevis

Alter handelt von unserer eigenen Zeitlichkeit und der Zeitlichkeit des uns Umgebenden. Wie dies die Menschheit durch die Jahrhunderte hin zu Ritualen bewegt hat, ist für Jacomijn Schellevis‘ große Inspirationsquelle.
Sie will Fragen darüber stellen, wie wir mit dem Abschiednehmen, dem toten Körper umgehen und mit unserer Unwissenheit darüber, was mit uns nach unserm Tod geschieht. Die Arbeit „Zwaan“ betont den mythischen Aspekt und steht symbolisch für Schönheit und Kraft. In der vorchristlichen Kultur vereinigte er zwei Welten, die Unter- und die Oberwelt, getrennt durch die Wasseroberfläche. In der Unterwelt herrscht Tod und Auflösung. In der Oberwelt herrscht alles was lebt und blüht. Und doch ist die Unterwelt der Nährboden. Aufgebaut aus abgebrannten Kerzen, versucht sie die Form des Schwans in einer rituellen Handlung zu erhalten, die uns an die Zeitlichkeit erinnert.

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