Henning Rosenbrock

www.rosenbrock.nl

lebt und arbeitet in Rotterdam (NL) | geb. 1974 | studierte Illustration und Mediendesign an der Kunstakademie Enschede (AKI) und am Fachbereich Design der Fachhochschule Münster | seine Faszination für das teils fragmentierte, teils institutionalisierte Zusammenleben des Menschen ist Ausgangspunkt seiner Arbeit

Beitrag 2018_____________
gemeinsam mit Loeske Bult

YouTube-Beitrag

Foto: Marc Geschonke

Projektskizze: Landmarks (Twentsche Lichtbakens)

 

Projektskizze: Landmarks (Twentsche Lichtbakens)

Landmarks (twentsche lichtbakens) (Ort: Gut Kinderhaus)
Als eines der typisch niederländischen Landschaftsmerkmale wird die sehr niedrig liegende Horizontlinie genannt. Dieses Bild wird im Frühjahr und Sommer durch auf den Weiden grasende Kuh- und Rinderherden bereichert. Mit den grasenden Kühen ist eine gewisse Art von Identität verbunden, was nicht nur eine landschaftstypische Wirkung als Folge mit sich bringt, sondern Sinnbild der niederländischen identität überhaupt ist.
Nach einer langen Winterpause, in der das Milchvieh in großen Ställen gehalten wird, lassen die Landwirte ihre Tiere wieder auf den Weiden grasen -„Vanaf 1 mei koe en kalf in de wei“ – das typische niederländische Landschaftsbild wird damit komplettiert.
Doch wie steht es mit dem Treiben des Viehs zurück in den Ställen? Gibt es auch hierzu eine Redewendung? Eine deutliche Folge dieses Tuns ist der Effekt, den es auf das niederländische Landschaftsbild hinterlässt.
Während die Kuhherden im Sommer den Charakter der niederländischen Landschaft prägen, so tun es im Winter die für sie eigens errichteten Behausungen. Diese fallen durch ihre (größtenteils warme) Beleuchtung in der Abenddämmerung und besonders nachts auf. Sie strukturieren die nächtliche Landschaft und verleihen ihr den „ländlichen“ Charakter, der ansonsten nur tagsüber wahrnehmbar zu sein scheint.
Von der Region Twente über das westliche Münsterland bis hin zur Stadt Münster fallen diese beleuchteten Ställe besonders auf, da sie nachts in einer nahezu komplett schwarzen Umgebung stehen. Keine Lichtaura von z.B. Straßenbeleuchtungen großer Städte oder Dörfer aus der Nähe, die das teils weiche gelbe, teils harte weiße Licht, welches aus den Ställen scheint, beeinflusst. Es scheinen Lichtquellen aus dem Dunkel zu sein, die unter unterschiedlichen Wetterbedingungen (z.B. Nebel, Schnee, Regen) beinahe mystische Sphären entstehen lassen.
Wir wollen diese Orte aufsuchen und fotografisch festlegen. Die Fotoserie soll Ausgangspunkt sein für eine Lichtinstallation als Beitrag für „Kunst am Rand“.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>