Constanze Unger

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lebt und arbeitet in Münster | Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, Abteilung Münster war Meisterschülerin | künstlerischer Schwerpunkt liegt in Performances und Installationen im öffentlichen Raum | seit 1991 Leiterin der Akademie für Gestaltung, Münster

Beitrag 2016 _________________

GOLDWERT 2016 (Ort: Gärtnerei Moldrickx)
Installation: Fotobanner, Serie von 3 kreisrunden Fotografien (Fußbodenaufkleber aus der Werbetechnik/Durchmesser von ca. 65 cm), Emailleschüssel,  Emaillekrug mit Euromünzen und einem Hocker


(c) Fotos: Thomas Gerhards


(c) Fotos: Thomas Gerhards

Die Installation „goldwert“ besteht aus
– einem Fotobanner, angebracht am Fenster zur Straße hin der Gärtnerei Molderickx,
– einer Serie von 3 kreisrunden Fotografen (Fußbodenaufkleber aus der Werbetechnik, zum Drüberlaufen) mit einem Durchmesser von ca. 65 cm, die in einer dreieckigen Formation auf dem Fußboden aufgeklebt sind,
– einer Emailleschüssel, einem Emaillekrug mit Euromünzen und einem Hocker, in der Nähe der Fotografen stehend.
Die drei Fotos zeigen jeweils den Blick aus der Vogelperspektive auf
– eine leere Emailleschüssel, in der meine Füße stehen,
– die Schüssel mit meinen Füßen über die ich aus einem Emaillekrug Euromünzen schütte und
– die Schüssel in der ein Münzberg meine Füße bedeckt.

Die circa 1.500 Euromünzen sind 10, 20 und 50 Centstücke, deren antiseptische Kupfer-Zinklegierung in der Münzfachwelt Nordisches Gold genannt wird.
Zur Ausstellungseröffnung, eventuell auch während der Ausstellungsdauer, steht der Krug und die Emailleschüssel mit den Münzen bereit für diejenigen, die eine Münzbad Erfahrung machen wollen.
Golden Ager, Generation Gold oder auch Best Ager wird heute die Generation der über 60 jährigen, der ich auch angehöre, genannt. Als kaufkräftig defniert – die Generation ist „goldwert“ (so beschrieben von der Gesellschaft für Konsumverhalten) – gehören sie zu einer immer größer und wichtiger werdenden Zielgruppe für die Unternehmen. Alt werden, aber nicht alt sein ist die aus meiner Sicht zynische Forderung des Marktes, die einen ‘Golden Ager’ in so manche fnanzielle Schiefage und auch persönliche Absurdität bringen kann.
Die Installation „goldwert“ entwickelt ein sinnlich-ästhetisches Spiel mit den vergangene Zeiten assoziierenden Requisiten der Emaillewaschschüssel und des Emaillekrugs, mit der körperlichen Erfahrung der Schüttung der Münzen über, und des Gewichtes des Münzberges auf den Füßen und verquickt diese mit aktuellen gesellschaftlichen Konnotationen zum Thema Alter.
Constanze Unger

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