“Kunst trifft Kohl” wird “Kunst|am|Rand”

Im Sommer 2016 wird in Kinderhaus das neue Ausstellungsformat „Kunst am Rand“  an den Start gehen. Es ist die Weiterentwicklung der über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gewordenen Outdoor-Ausstellung „Kunst trifft Kohl“. Der diesjährige Kurator Jochen Koeniger bringt als ehemaliger künstlerischer Teilnehmer und Preisträger fundierte Erfahrungen mit, sodass er die Akteure und Bedingungen für Kunstschaffende in dem besonderen Stadtteil Münsters sehr gut einschätzen und die eingeladenen Künstler und Künstlerinnen gut beraten kann.
Der Titel „Kunst am Rand“ zielt bewusst auf die Randlage des Stadtviertels, in dem die ansässige Bevölkerung aus alteingesessenen Kinderhauser Bürgern und Migranten vieler Herkunftsländer ein sehr lebendiges und kontrastreiches Milieu bilden. Das neue Kunst- und Ausstellungsformat soll zukünftig im Biennale-Rhythmus stattfinden und sich auf exponierte Ausstellungsorte konzentrieren. Durch die diesjährige Wahl der Präsentationsorte können auch Gattungen, wie Malerei, Fotografie und Zeichnung präsentiert werde. Die Ausstellungsmöglichkeiten in der Gärtnerei Moldrickx und in dem Altenwohnheim Wilkinghege bieten interessante Innenräume, die zudem Raum für ortsspezifische künstlerische Konzepte bieten. Altbewährte Ausstellungsstätte ist die Kleingartenanlage „Münsterblick“ in dem sich die Gartenfreunde wieder auf künstlerische Eingriffe in den gärtnerischen Alltag freuen.
Seit 2005 nahmen über 140 Künstler und Künstlerinnen an den Kinderhauser Ausstellungen teil, von denen die diesjährige Sichtungskommission eine Auswahl eingeladen hat.
Zudem bietet der neue „Kunstpreis Kinderhaus“ Künstler und Künstlerinnen, die sich mit dem Schwerpunktthema „Kunst und Alter“ auseinandersetzen wollen, die Möglichkeit zur Bewerbung. Der Preis wird von der Bezirksvertretung Münster-Nord ausgelobt, er ist mit Preisgeldern von 500,- Euro bis 1500,- Euro dotiert. Eine Jury wird aus den Einreichungen auswählen und die nominierten Künstlerinnen und Künstlern zur Präsentation ihrer Werke einladen. Für die Jury konnte u. a. Judith Hofmann gewonnen werden, die im niederländischen Enschede die Galerie „Dynamo Expo“ leitet und die Preisträger 2017 zu einer Präsentation ihrer Werke in die Räume des innovativen Kunstraums in Enschede einlädt.
Koordiniert wird „Kunst am Rand“ von Kap.8, der Kultureinrichtung des Stadtteils im Bürgerhaus Kinderhaus.
Die teilnehmenden Künstler und Künstlerinnen, sowie Details und Entwicklung des Ausstellungsprojektes „Kunst am Rand“ werden hier und bei facebook unter Kunst am zeitnah veröffentlicht. Ihre Teilnahme bereits zugesagt haben Martina Lückener, Christine Rokahr, Stefan Rosendahl, dilomprizulike (the junkman from africa), Andreas Laugesen, Hans Joachim Hugenroth, Christoph Hetzel, Nanna Skuladottir. Ein Ausstellungskatalog erscheint im Laufe der Ausstellung.

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